Würden Sie den folgenden Satz unterschreiben?: »Ein komplexes Problem hat keine einfache Lösung.«

Inhalt:

  • Keine Best Practices
  • Verbesserung in kleinen Schritten
  • Vermeintliche Risikominimierung
  • Professionelle Nichtwissende

»Anekdotenhaft wissen wir, dass in Stein gemeißelte Formalien genau in dem Moment den Weg verstellen, in dem wir es am wenigsten gebrauchen können. Wenn wir von komplexen Situationen sprechen, sagen wir damit implizit, dass wir sie nicht regeln können.«

So heisst es im Manifest für wirksames Management. Nicht regeln zu können bedeutet hier, keiner Lösungsanleitung folgen zu können.

Das ist ja auch logisch, bedenkt man die Eigenschaften einer komplexen Situation: Es gibt keine Lösung, die…


Sie sind als Product Owner teil eines Scrum-Teams. Frisch im Unternehmen und mit den positiven Eindrücken des Bewerbungsverfahrens gehen Sie ans Werk. Und stellen nach und nach fest, dass es hier mit Selbst-Organisation nicht so weit her ist. Zunächst war es nur die Bitte, ein Features in den laufenden Sprint aufzunehmen.
Es stellt sich heraus, dass es im Unternehmen vor allem darum geht, Features zu liefern. Je mehr Features, desto wertvoller die Software. Sie sind in einer Feature-Factory gelandet.

Inhalt:

  • Ihre Aufgabe als Product Owner
  • Sprint-Kosten in Relation zum erwarteten Ergebnis
  • Wie viel ein Sprint kostet
  • Kundenzentrizität
Grafische Darstellung eines Fließbands.
Grafische Darstellung eines Fließbands.

In der Feature-Factory…


Management überführt Arbeit in Leistung. Steigt die Leistung, haben Sie wirksam gemanagt. Wenn ich von Ihrer Wirksamkeit als Manager spreche, meine ich zwei Aspekte jenseits der Modeerscheinungen, die Management plagen.

  1. Der Wirksamkeit der Personen, die durch Ihre Entscheidungen Wirksamkeit erlangen.
  2. Ihre persönliche Wirksamkeit. (Dieser Artikel.)
Grafische Darstellung dreier Menschen, einer läuft einer einer großen Kugel, zwei  Menschen tragen schwer an je einer.
Grafische Darstellung dreier Menschen, einer läuft einer einer großen Kugel, zwei  Menschen tragen schwer an je einer.

Wirksamkeit erkennt man an der Fähigkeit, sich nicht unnötig mit Aufgaben zu belasten.

Sie sind in Ihrer Rolle wirksam, wenn Sie den Spagat zwischen Selbstorganisation und Command&Control meistern, und Entscheidungen situativ treffen können/lassen.

So der Ausblick aus dem letzten Artikel der Serie. Schnell rekapituliert: Ihre Aufgabe besteht darin, Rahmenbedingungen für bestmögliche Entscheidungen und Informationsflüsse zu…


In vielen Erstgesprächen stellt mein Klientel die Frage, ob ich ein Agile-Maturity-Modell empfehle könne. Klare Antwort: »Nein«.

Ein Modell hilft, eine Situation ungefähr einzuordnen. Das kennen wir von der Wettervorhersage. Umgekehrt sagt man auch, dass vollständige Modelle dem modellierten System selbst entsprechen — und damit ihre vereinfachende Wirkung verlieren.

Modelle zur Einordnung der »Agile Maturity« einer Organisation sollen helfen, den Grad der »Agilisierung« zu veranschaulichen, und empfehlen lineare Schrittabfolgen, um die nächste Stufe zu erreichen. Gerne werden sie als Benchmark verwendet, also zum Vergleich mehrerer Organisationen. …


Würden Sie den folgenden Satz unterschreiben?: »Ein komplexes Problem hat keine einfache Lösung.«

»Anekdotenhaft wissen wir, dass in Stein gemeißelte Formalien genau in dem Moment den Weg verstellen, in dem wir es am wenigsten gebrauchen können. Wenn wir von komplexen Situationen sprechen, sagen wir damit implizit, dass wir sie nicht regeln können.«

So heisst es im Manifest für wirksames Management. Nicht regeln zu können bedeutet hier, keiner Lösungsanleitung folgen zu können.

Stattdessen geht es um viele kleine Schritte, die sich nicht überschneiden sollten, damit man ihre Effekte messen kann. Das ist gemeint, wenn von Iterationen oder Inspect & Adapt gesprochen…


Wirksames Management

Management ist die Praxis, die Arbeit in Leistung überführt. Wirksames Management sorgt für Rahmenbedingungen, in denen mehr Leistung entstehen kann. Daran sollten sich Managerinnen messen: Wie viel mehr Leistung ihre Arbeit am System ermöglicht.

Wir leben aber in der Zeit des post-heroischen Managements, in der es keine Heldinnen braucht. Statt dessen können sich kleine Schritte in die richtige Richtung zu einer ausreichenden Wirkung addieren.

„Ausreichend“ hat keinen guten Leumund. Die Note 4 im deutschen Schulsystem zementiert uns ins Hirn: „ausreichend“ ist kurz vor Sitzenbleiben, gerade eben bestanden. „Das nächste Mal musst du dich mehr bemühen.“

Ausreichend ist langweilig, mittelklassig und…


Neues Jahr, neues Format. Ganz im kleinen, überschaubar, fast schon übersehbar. Gerade so sichtbar, quasi unsichtbar.

Willkommen :-)

Wein verkaufen, Wasser trinken

Wein verkaufen, Wasser trinken. Wenn wir schon immer von komplexen Systemen sprechen, warum suchen wir immer nach »der Lösung«?

Such ich ertappe mich dabei, von meinen Klient:innen ganz abgesehen.

Auf den Punkt bringen das @MissAmyTobey und @dancros auf Twitter:

Es steckt wohl in uns drin. Wie gehst du damit um? Wo erlaubst du Hypothesen und Experimente, und wo denkst du »in Lösungen«?

Pair Programming, Mob Programming

Wenn du mit Software-Entwicklung zu tu hast, selbst wenn du keine Software schreibst, dann tu‘ dir selbst einen Gefallen lies‘…


Pair Programming

Pair-Programming ist eine simple Arbeitstechnik, bei der zumeist zwei Personen vor einem Rechner sitzen. Eine Person hat die Kontrolle über Tastatur und Maus. Beide arbeiten an der Lösung der gleichen Aufgabe. Eine Person tippt, was zwei denken. Weniger Fehler und besserer Code sind das Ergebnis.

»Never code alone.«
»Never code alone.«
Ihr Code wird wahrscheinlich von mehr als einer weiteren Person gesehen. Damit kann man gleich bei der Entstehung beginnen und voneinander lernen.

Vier Augen sehen mehr als zwei. Genau darum geht es hier. Statt alleine vor dem Bildschirm zu sitzen, nimmt man zu zweit Platz und kontrolliert abwechselnd Maus und Tastatur. Paarweises Programmieren ist ein Dialog zwischen zwei Personen, die gleichzeitig programmieren, analysieren, entwerfen und testen. …


Das erste Thema in meiner Arbeit mit einem neuen Team ist deren definition of done. Mit agilem Vorgehen unerfahrene Teams tun sich hier zu Beginn oft schwer. Wozu braucht man eine DoD, wie startet man, was ist zu beachten?

Am Ende eines Sprints steht die Releasefähigkeit. Alles, woran das Team gearbeitet hat, womit es fertig ist, muss release-bar sein. Die Begründung dafür ist simpel: Wenn wir nicht regelmäßig bis zur Releasefähigkeit arbeiten, wird die für ein Release nötige Arbeit mehr, komplizierter und schwerer nachvollziehbar. Sie wird fehleranfälliger und langwieriger.

Was aber ist »fertig«? Diese Frage beantwortet das Development-Team mit einer…


Kein Wort steht besser für den Konflikt zwischen zentraler Macht und dezentraler Autonomie. Wer viel zu entscheiden hat, ist wichtig. Auf wessen Entscheidung andere warten müssen, ist wichtiger. Wessen Entscheidungen mehr Menschen beeinträchtigen, ist mächtiger. Indem wir Management als Funktion denn als Rolle begreifen, entlarven wir die Leere dieser Sätze.

Das Unternehmen möchte seine Investitionen besser steuern. Es baut sich dazu einen mehrstufigen Prozess. Nach bestimmten Meilensteinen müssen Initiativen zeigen, dass sie weiterhin auf gutem Kurs sind. Ist der Vorstand überzeugt, wird Budget für die nächste Phase freigegeben.

Es gibt 30 solcher Initiativen. Von der ersten Idee bis zur Produktreife…

Sascha A. Carlin

Als Organisationsberater verhelfe ich agilen Führungskräften in der Softwareentwicklung zu sichtbar mehr Anteil am Unternehmenserfolg. https://nvsbl.cm/

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